|
Ende 2009 löst die EN ISO 13849-1 endgültig die EN 954-1 zur Sicherheit
von Maschinen ab. Für Maschinen- und Anlagenbauer ergeben sich daraus
Änderungen bei der Zertifizierung ihrer Produkte. Um diese Arbeiten kompetent
zu begleiten, hat sich Lenze frühzeitig auf den Normenwandel eingestellt. Das
betrifft zum einen die Zertifizierung eigener Produkte, zum anderen die
Information und Unterstützung der Kunden durch Bereitstellung von validen
Daten.
Der Spezialist für Antriebs- und Automatisierungstechnik arbeitet
beispielsweise aktiv mit bei der TÜV-Rheinland-Initiative zur Schaffung einer
weltweit verfügbaren Datenbank. Sie enthält valide Angaben
sicherheitsrelevanter Kenngrößen und will in Zukunft den Bezug verlässlicher
Größen gewährleisten. Ferner stellt Lenze Bibliotheken zur Verfügung, die
Softwaretools wie das weit verbreitete "Sistema" von der BGIA
unterstützen. Somit entfällt die Eingabe einzelner sicherheitsrelevanter
Kenngrößen. Das spart Zeit und vermeidet – im Sinne der Sicherheit – Fehler bei
der Eingabe. Lenze hat außerdem eine Broschüre zusammengestellt, die einen
Überblick über den Normenwandel selbst und die sich daraus ergebenden
Änderungen bei der Zertifizierung von Maschinen und Anlagen gibt.
Bei der EN ISO 13849-1 – wie auch bei der auf den Bereich elektrischer,
elektronischer und programmierbarer Steuerungen beschränkten Sektor-Norm EN
62061 – fließen künftig Ausfallwahrscheinlichkeitsrechnungen in die Bestimmung
der Sicherheit ein. Maschinenbauer müssen sich deshalb in Zukunft mit
sicherheitstechnisch relevanten Kenngrößen auseinander setzen, um die
Sicherheit einer Maschine durch Bestimmung des Performance Level zu ermitteln.
Zwei Beispiele dafür sind die Kennzahlen MTTFd (Mean Time To Failure dangerous)
und DC (Diagostic Coverage). Lenze-Produkte mit Funktionaler Sicherheit sind
bereits heute entsprechend zertifiziert. Damit erleichtert sich die Abnahme der
gesamten Maschine mit dem jeweils gewählten Sicherheitskonzept.
Für die Servoregler der L-force-Reihe Servo Drives 9400 bietet Lenze auf
dieser Grundlage etwa steckbare Sicherheitsmodule mit skalierter Performance.
Der Funktionsumfang reicht vom „Sicheren Halt“ (STO) über den Sicheren Stopp 1
und 2 bis hin zu sicher begrenzter Geschwindigkeit beziehungsweise der sicheren
Maximalgeschwindigkeit – inklusive der sicheren Kommunikationsprotokolle wie
Profisafe
|